Mittwoch, 30. November 2011

der Äquatorumfang

Jahresziel erreicht!

langsam gewöhnen wir uns an diesen ganz gewiss nicht selbstverständlichen Zustand. Die Enfernung des Äquators, mithin nach aktuellen Quellen knapp über 40.075 km konnte auch im Jahr 2011 wieder nach zähem Beginn "abgeradelt" werden!
Damit wurde auch - logischerweise mal wieder die 40 Tkm-Grenze geknackt.

Für mich ist das immer wieder ein faszinierendes Ziel, da es mir und auch anderen mobilen Menschen zeigt, dass man ganz gewiss signifikant mobil sein kann ohne zig Mengen an wichtigen fossilen Rohstoffen (sinnlos) zu verschleudern. Rohstoffen, welche unsere Generation wohl vollständig verbrauchen wird.
Verheizt in Motoren, Kraftwerken etc.
Ja, die Energiewende muss sein!
Auch da unzählige Lebensmittel (ob sinnvoll oder nicht), unsere Kleidung, eigentlich Alles aus diesem Öl besteht...was wir zum täglichen Leben brauchen.
Aber die Einfachheit der Energiewende ist frappierend - nicht krampfhaft nach Möglichkeiten suchen Stoffe, von denen man abhängig ist, durch andere Stoffe und noch mehr Technik und Elektronik ( hey- auch dazu braucht man wieder ....) zu ersetzen und den Konsum weiter ins Unermessliche zu steigern, sondern ganz einfach mal "ein Lichtlein ausmachen"...that's it!

zB. mal den Weg zur Arbeit zu Fuß gehen, oder mit dem Rad, oder mal bei Tag das Licht ausmachen, oder den Computer wenn man ihn nicht braucht oder den Rasen von Hand zu mähen, oder den Schnee von Hand wegschippen....

Wäre auch insofern eine taugliche Möglichkeit die Fitness ein wenig anzuheben - was sich eine Mehrzahl der Bürger immer wieder und jedes Jahr aufs Neue vornimmt...

...ausser man tut es. Gerne lebe ich mit dem Unverständnis eines Großteils meiner Umwelt - es ist eben ein unglaublich gutes Gefühl das auch hinzubekommen, was man sich auch vornimmt....

Und denken wir daran - wenn wir auf die Welt kommen - dann bringt die Mutter ein Baby zur Welt - und sonst nichts!!!!!
Wir brauchen also manche als unverzichtbar geltende Dinge wohl nicht unbedingt immer zu jedem Augenblick um zu leben (sonst würde wohl bei der Geburt eines Menschen ein Handy, ein Computer und auch ein Auto gleich miktgeboren.... was meines Wissens noch von keiner Frau "geschafft" wurde.

Ich freu mich drauf Euch draussen mal als Mensch zu begegnen und nicht nur einem Auto mit einem Kopf drin, an dessen Ohr ein Handy "klebt". 

Donnerstag, 3. November 2011

Erleuchtung ?!

die Zukunft...

aller Melancholie im Herbst zum Trotz - die kann bei neblig, trübem Wetter eintreten - leuchtet zuweilen das "innere" eines Menschen, sofern er auf der Alb lebt diese Tage, mit der Natur um die Wette.
im Bregenzerwald

Ich habe mir Gedanken auch um meine Zukunft gemacht. Das kann einfach nicht ausbleiben, wenn man jeden Tag diese Blechlawine, welche sich immer stärker und immer schneller zu vergrößern scheint erleben muss.

Erleben muss, ja, auf dem Rad ist es oft nicht die reine Freude, wenn dauernd haarscharf an einem vorbeigerast wird, geschnitten wird, gehupt wird und was weiß ich nicht, sonst noch alles.

So wird dann aus einem überzeugten Rennradfahrer mehr und mehr einer, der sich immer öfter Wege abseits des Asphaltbandes sucht...

Vor Allem Nachts, wenn ich von der Arbeit heimfahre, bin ich dankbar über die zahlreichen Wirtschaftswege, seien sie geschotterter oder auch betonierter Struktur, fahren zu können.

Viele Autofahrer sind vor lauter Hetzen von einem Termin zum nächsten, mit (unerlaubtem) Telephonieren, mit dem Smartphone am Ohr oder vor der Visage, dem Irrglauben dass das Auto sicher sei, dem Irrglauben man könne perfekt reagieren (wenn das bei 5 m Abstand bei oft deutlich über 80 km/h nur real klappen würde), oder auch mit der grenzenlosen Selbstüberschätzung - man sei ja sowieso ein guter Autofahrer, der schneller fahren kann, und das auch beherrscht, als die Regeln (Verkehrsregeln, die für alle gelten) - so beschäftigt, dass sie einen Radfahrer oft gar nicht mehr wahrnehmen (können) oder gar wollen ???!!!

Trotzdem, ich will nicht locker lassen und auch wenn ich mein Lebensziel von der Reise zum Mond und wieder zurück längst schon vor Jahren erreicht habe, mich die bloße, rein willkürlich festgelegte Zahl - eine Million - jeder geographischen Logik entbehrend, nicht wirklich fesselt, so fasziniert natürlich schon die mathematisch begründete Idee bis zu seinem Fünfzigsten Lebensjahr eine Million, also pro Jahr dann mehr als 20.000 km zurückgelegt zu haben.
Ergo, das will ich erreichen!
somit werde ich wohl auch nächstes Jahr und das dann kommende halbe ebenso, weiter jemals "rund um die Erde" radeln müssen (oder wollen, oder noch besser und treffender dürfen...)

Denn, was ist das nicht schön Mobilität als etwas zu spüren, das man sich selbst gewährleistet durch eigene psychische und physische Energie.
Wenn dann noch alle die Menschen, welche seither dabei waren mir bei diesem Unterfangen zur Seite zur stehen, auch weiterhin mitziehen, womöglich auch noch weiter von dem gewaltigen Input an Erfahrung und Wissen profitieren möchten, ja, dann ist doch alles ok, so wie die Welt schön sein kann, wenn man sie nur läßt
...siehe das nachfolgende Baumprachtexemplar....
(welches noch nicht der kreischenden Motorsäge zum Opfer gefallen ist und uns mit viel Sauerstoffabgabe, CO2 Vernichtung und ganz einfach durch seine Erscheinung beglückt)
im Kaltental

Donnerstag, 6. Oktober 2011

Alles Neu macht...

Eurobike Nachbetrachtung

erst denken, dann reden...
an diesen Leitspruch möchte ich mich gerne halten, ein Grund auch warum ich erst ein paar Nächte darüber geschlafen habe.
Jetzt, etwas über einen Monat nach der supergrellen, leuchtenden, Glamourshow rund ums Fahrrad am Bodensee ist der Blick nicht mehr geblendet und man sieht klarer.

Wollen wir mal ganz emotionsfrei auf einige Entwicklungen eingehen:

Rennrad: es wird immer noch wie wild an den Geometrien herumgebastelt - dazu möchte ich anmerken:

"Es gibt kein komfortables oder sportliches Rad, sondern nur eines, welches passt, oder eben nicht"

...das ist auch ein Grund warum Rahmenbauer, welche flexibel mit Stahl und Titan werkeln noch lange nicht abgeschrieben sind, zumindest für "richtige" Radfahrer.
Bei Carbon wird es da schnell schwierig - da tun sich dann nur noch Firmen hervor, welche verschiedene Geometrieszenerien in der Modellreihe verankern.

Dann ist da noch der Trend zur Abkehr vom Rohr...., hier kann man sagen - kann superchic sein - über den Sinn entscheidet letztlich die Physik, und was der Benutzer zu erfühlen glaubt beim Ritt durch die Pampa.

Der Trend zum Komplett-Laufrad ist auch nicht mehr aufzuhalten - Schade, da es eigentlich nur ein Radsystem geibt, welches bis auf etwaige Materialbedingte Kompromisse, als "runde Sache" angesehen werden darf. Alle anderen System sind einem klassisch eigespeichten Rad in der Summe der Eigenschaften nach wie vor unterlegen - von der Möglichkeit nach einem Schaden eine Reperatur durchzuführen mal ganz abgesehen.

Der Trend zu innenliegenden Schaltzügen wäre zu begrüssen, würden da die Aussenhüllen komplett gleich mit in den Rahmen verlegt - aber wer wechselt heute noch Schaltzüge..., vorher kauft man eh ein neues Rad.

MTB: jeder hat jetzt einen twentyniner - toll, für große Fahrer!
schrecklich für kleinere, zumal die Kisten ganz von alleine, eben dadurch, dass sie größer sind ,fast 1 kg an Gewicht zugelegt haben, die Geometrien noch "höher" werden und die Geometrien momentan auch noch bis auf 2 alteingesessene Hersteller aus den Staaten mehr nur nach Modetrends, Alleinstellungsmerkmalen und Zufall designt werden und nicht nach 100 % iger Funktion.
Lassen wir uns hier überraschen was die Zukunft bringt.

Schön hier bei den MTB s - der Trend zur 2-fach Kurbel vorne - welcher eine bessere Kettenlinie bringt - schade nur, dass der Vorteil einer besseren Kettenlebensdauer gleich wieder durch (zu) kleine Kettenblätter am Tretlager wieder "aufgfressen" wird.
Aber da ist noch Potential drin!

Kurz, es war, bleibt und wird weiterhin spannend, was uns von den Produktmanagern präsentiert kredenzt werden wird.