Freitag, 29. Juni 2012

RAAM 2012

Gratulation....

das liegt mir am Herzen. Ich habe mich gefreut, dass es dieses Jahr nicht nur Einen oder Keinen, sondern viele Deutsche Teilnehmer beim RaceAcrossAmerica gegeben hat.
Und - fast Alle konnten sich nach vielen entbehrungs- und kämferischen Tagen im Ziel feiern lassen.
Denn, das Wichtigste beim RAAM ist immer noch - auf der anderen Seite des Kontinents ankommen - wann auch immer.

Dass es der Christian Mayer geschafft hat - das freut mich besonders.
Im Vorfeld hatten wir Meinungen, Erfahrungen und mehr ausgetauscht und vielleicht konnte ich auch ein wenig mithelfen - wenn ich auch oft harsche Kritik bereit hielt.

Diese Kritik an der neuen Mentalität der Veranstaltung und vieler der Teilnehmer, die halte ich auch jetzt noch aufrecht.
Es ist nicht wegzudiskutieren, dass die Veranstaltung RAAM - ein wirklich hartes Rennen eigentlich in zwei Veranstaltungen "zerfallen" wird und es auch schon getan hat, wie man am Endergebnis dieses Jahres unschwer erkennen kann:
Es gibt eine sehr kleine "Spitze" und dann nichts und dann der "Touristikbereich".
Letzteres darf nicht falsch verstanden werden - denn wer schon mal im Sommer durch die Staaten geradelt ist, gleich ob in 10 Tagen, in 3 Wochen oder..., der weiß wie hart das ist.
Denn, wie hart etwas sich gebärdet ist immer auch eine Momentaufnahme der eigenen Fähigkeiten (die durch Logistik (leider) aber auch (zum Glück immer noch) durch die Vorbeitungsplackerei - zu Deutsch: Trainingsfleiß, massgeblich beeinflußt werden kann.
Seit einigen Jahren wurden im Ultra Bereich des Radsports die Qualifikationskreierien massiv gelockert - das hatte und hat zur Folge, dass die Teilnehmerfelder stark angestiegen sind. Was positiv auf die Wahrnehmung der Veranstaltung in der Öffentlichkeit wirkt - RAAM und andere Events sind nicht mehr so elitär - und damit lassen sich auch mehr Mittel, monetär und auch sonst generieren. Auf der anderen Seite muss man dann aber mit dem Satz: "das härteste, brutalste , oder sonst noch etwas Rennen" vorsichtiger umgehen.
Das (die Lockerung der Qualifikationskriterien) macht natürlich nur Sinn, wenn im Gegenzug auch die Kriterien für ein erfolgreiches finishen gelockert werden. Denn es ist wohl unsinnig - oder es macht den Teilnehmern auf die Dauer keinen Spaß - wenn sie sich zwar qualifizieren, sie aber im Gegenzug nie und nimmer eine Chance auf ein Finish haben.

zB: diese Jahr: Dutzende von Solo-Fahrern aber nur 4 (!!!) Fahrer , welche als klassische Finisher "durchgehen" - nämlich innerhalb eines 48 stündigen Zeitlimits auf die Siegerzeit.

Vielleicht nehmen viele der Fahrer im Wissen, dass das Ganze geht, sie aber, sollten sie nicht nur an der Logistik, sondern auch an den eigenen körperlichen Fähigkeiten feilen wollen, das klassische Finish erreichen können (denn ich denke, das kann fast jeder wenn er wirklich will und fleißig genug ist) die Sache nochmals in Angriff.
Zu dieser Entscheidung würde ich die Fahrer beglückwünschen.
Denn, es ist einfach genial hinter eine Sache den "finalen Knopf zu nähen".

Nun nochmals zur famos eingeteilten Fahrt vom Team "Bayreuther" - also Christians Team.
Das hätte und hat den Jörg mit Sicherheit sehr gefreut - Gönnen wir alle besonders Ihm , dem Jörg und seiner Familie diesen Erfolg "seines Schülers".

Kommentare:

  1. Schöne Stellungnahme und klare Fakten, danke!
    Naja. Drei Tage nach dem Finish einzutrudeln, so wie der Herr Mayer...
    Bei soviel Tamm-Tamm nebenher ist das dann doch wohl eine "Touristikfahrt" gewesen. Etwas mehr Bescheidenheit ist wohl angebracht, wenn sich einer als Extremsportler bezeichnet.

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  2. Christian Mayer24. Juli 2012 um 15:30

    Moin Rainer. Vielen Dank, dass Du uns erwähnt hast, denn das ist wirklich eine Ehre von dem besten deutschen Extremradsportler, auf SEINER Website erwähnt zu werden, Danke. Du hast einen sehr großen Anteil an unserer erfolgreichen RAAM Teilnahme! Deine Kritik war IMMER angebracht. Vielen Dank, dass Du sie mir immer mitgeteilt hast!!! Du glaubst gar nicht wie oft ich während des RAAM an Jörg gedacht habe. Jörg unser Captain ist mit Garantie sehr Stolz auf uns :-)

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  3. Moritz le chasseur28. August 2012 um 12:24

    Da geht der Herr Mayer ja gar nicht auf sein "Touristenfinish" ein, na sowas. Es scheint ihm doch der Kern des Textes entgangen zu sein.

    Aber "dabei sein ist alles" und Eigenlob ist ja auch ein Lob, gell. Seine Selbstinszenierung bleibt dennoch eine peinliche Sache.

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  4. Eine Ausdauerleistung ist es sicherlich. Mit genügend Vorbereitung kommt auch jeder engagierte Amateur da hin. Selbst Senioren schaffen das RAAM noch.

    P.S. Echter Extremsport ist allerdings ganz was anderes, Herr Mayer!!
    Auch wenn Sie das Gegenteil behaupten. Lesen Sie sich den Text vielleicht doch noch mal durch.

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